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Angeln in Norwegen

Norwegen Spezial 05. April 2012

MEHR INFOS: | ANREISE | AUTOFAHREN | BEKLEIDUNG | ANGELGERÄT | KÖDER | ZUBEHÖR

Erst einmal ein Hinweis vorweg: Norwegen ist sehr groß und daher gibt es nahezu unzählige Reviere und Möglichkeiten der Angelei nachzugehen! Das Land misst eine Gesamtfäche von 385.199 km² und eine Küstenlinie von über 25.000 km (mit den Küsten der Inseln sogar über 80.000 km), Quelle: Wikipedia. 

Landesflagge:

norwegen

Um Euch die Auswahl für den richtigen Angelort zu erleichtern, stellt Euch zu allererst die Frage nach dem Zielfisch?

Sicherlich -könnt- ihr in Norwegen fast überall euren Zielfisch fangen. Die Chance z.B. einen großen Heilbutt in Südnorwegen zu erwischen ist aber vergleichsweise zum hohen Norden eher ziemlich gering. Die gezielte Fischerei auf den „König der Plattfische“ ist erst ab der Höhe Mittelnorwegen (Region: Hitra bis südlich Lofoten) sinnvoll, da hier die Bestände groß genug für die gezielte Fischerei sind und auch die Bodenbeschaffenheiten zur Lebenweise dieser Fische passen. Also ist es zunächst sinnvoll, euch zu überlegen, welchen Fisch ihr vorzugsweise beangeln wollt und wie weit (bzw. wie lange) ihr zum Urlaubsort anreisen wollt. 

Übersichtskarte der Regionen:

 

 

 

(Quelle: weltkarte.com / Autor: Peter Fitzgerald / http://wikitravel.org/shared/User:Burmesedays)


In Ostnorwegen beschränkt sich die Angelei vorwiegend auf die Süsswasserflüsse und -seen der Region und weniger auf die Meeresangelei (mit Ausnahme des Oslofjordes vielleicht). Diese Region bietet traumhafte Bedingungen für das Angeln mit der Spinn- oder Fliegenrute auf Forellen, Äschen, Hechte usw.! Mangels an Erfahrung (wir waren "angeltechnisch" bisher noch nicht dort unterwegs) werden wir auf diese Region allerdings erst einmal nicht näher eingehen! 


In Süd- und Westnorwegen (Fjordnorwegen) stehen dann schon eher andere Zielfische im Fokus der Angler. Hier könnt ihr eine große Artenvielfalt an in den atemberaubenden Fjorden und Flüssen antreffen. Meeresangler fangen vorwiegend Dorsch, Köhler (Seelachs), Pollack, Makrelen, Plattfische (Scholle, Flunder usw.) und auch Leng und Lumb könnt ihr hier, neben vielen weiteren Fischarten, antreffen. Die Fischgrößen liegen vorwiegend in mittleren Bereich - Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel…! 


In Mittelnorwegen steht die gezielte Fischerei im Meer auf Seelachs (auch Köhler genannt), Dorsch, Pollack, Leng und Lumb im Vordergrund, die in dieser Gegend in beachtlichen Größen vorkommen. Gerade die Region rund um Hitra ist vielen Anglern ein Begriff für große Köhler, fette Lengs und starke Lumbs. Aber auch hier, gerade in der Trondheimsleia, gibt es gute Chancen einen Heilbutt zu fangen, wenn man sich mit der Seekarte beschäftigt und die Tipps der Einheimischen berücksichtigt.


Soll es weiter nördlicher gehen (ab Höhe Trondheim) ändern sich das bevorzugte Zielfischbild der Meeresangler. Die Regionen in Nordnorwegen sind für ihre großen Dorsche, Heilbutte, Schellfische und Steinbeisser (Seewolf) bekannt. Insbesondere die gemäßigten Zonen rund um die Lofoten, die vom Ausläufer des Golfstroms passiert werden, bringen im Frühjahr immer große Mengen an Fisch in die Region. Vor allem der große „Skrei“ (so wird der geschlechtsreife Hochsee-Kabeljau genannt) wird auf den Lofoten in großer Zahl gefangen und als Stockfisch verarbeitet. Je nördlicher man reist, desto größer werden die Chancen einen Heilbutt zu fangen.  Es soll sogar einige Reiseveranstalter geben, die bereits damit werben eine „Heilbutt-Fanggarantie“ auszusprechen. Doch für den Fang eines Heilbutts sind immer viele Voraussetzungen nötig (z.B. eine erfolgreiche Angeltechnik) und auch eine Portion Glück gehört natürlich immer dazu.


Wie bereits erwähnt: Ihr könnt theoretisch überall in Norwegen euren Zielfisch fangen. Um aber die Chancen deutlich zu erhöhen, solltet Ihr euch zuvor ein wenig mit dem Zielgebiet beschäftigen (z.B. Welche Fischarten u. -größen werden dort vorzugsweise gefangen? Welche Hotspots gibt es? usw.) und dann auch euren Urlaub in dieser Region buchen. Eure Angeltechnik und eurer Equipment solltet ihr dann dementsprechend auch auf das Gebiet abstimmen. Genügend Informationen hierzu könnt ihr in gedruckter Form (Bücher, Zeitschriften), in diversen Filmen und in den speziellen Internetforen sammeln – oder ihr fragt einfach UNS (siehe Kontakt). Wir beantworten gerne Eure Fragen (natürlich ohne Gewähr und nach bestem Wissen und Gewissen)!

Wir haben Euch auf den verlinkten Seiten am Anfang des Beitrages ein paar Informationen und Tipps zusammengestellt um euch den Einstieg zu erleichtern. Ein paar allgemeine Informationen zur Anreise, Land und Leute haben wir ebenfalls beigefügt, damit ihr euch auch in Norwegen als deutscher Urlauber gut und sicher zurechtfindet.

Wir wünschen Eiuch viel Spaß in diesem tollen Land! 

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Bekleidungstipps für Norwegen

Norwegen Spezial 12. Oktober 2012

Normale Bekleidung:

Wir gehen hier davon aus, dass ihr mit einer Gruppe unterwegs seid und eh die meiste Zeit auf dem Wasser verbringt. D.h. ihr steckt den ganzen Tag meistens in euren Angelklamotten und braucht an normaler Bekleidung nicht so viel mitschleppen. Zwei Jeanshosen, zwei Pullover und ein paar T-Shirts sollten, neben genug Unterwäsche natürlich, für 7 Tage ausreichen. Wenn das Wetter gut ist, werdet ihr auf dem Wasser sein und daher braucht ihr nicht viele andere Sachen.

Die normalen Klamotten tragt ihr nur auf der Fahrt von Deutschland zu eurem Ferienhaus oder falls mal das Wetter schlecht sein sollte und ihr einen Ausflug macht. Eine mittlere Sporttasche sollte daher pro Person reichen. Je nach Ferienhaustyp ist auch Bettwäsche mit einzupacken.

Wenn ihr auf der Fähre mit Übernachtung fahrt (z.B. Kiel – Oslo mit Colorline) empfiehlt es sich zusätzlich einen Rucksack mit einer Garnitur Klamotten und Zahnbrüste, Rasierer etc. einzupacken. Auf dem Schiff könnt ihr den Rucksack dann mit in die Kabine nehmen. Der Rucksack nimmt kaum Platz weg und man braucht auf der Fähre nicht das halbe Auto nach seinen Anziehsachen zu durchwühlen. Denkt dran, während der Überfahrt könnt ihr NICHT zu eurem Auto zurück! Das Autodeck ist dann gesperrt. Nehmt also alles mit, was ihr für die Überfahrt braucht (auch ein Fotoapparat!)

Und eine bitte liebe Urlauber – falls ihr auf der Fähre zum Abend- oder Frühstücksbuffet geht: Ein Trainingsanzug, auch wenn er bequem ist, gehört einfach nicht in ein Restaurant…!


Angelbekleidung für das Boot:

Und was braucht man nun für Klamotten zum Angeln? Ganz einfach: Es kommt immer auch darauf an WO ihr hinfahrt und zu WELCHER Jahreszeit. Dementsprechend sollten die Angelbekleidung natürlich angepasst werden. Denkt dran, in Nordnorwegen kann noch bis weit in den Mai hinein Schnee liegen und niedrige Temperaturen vorherrschen. Wir sind beispielsweise schon bei 30° Grad in Oslo angekommen und im Dovrefjell (entlang der E6) lag eine geschlossene Schneedecke…! Im Hochsommer in Südnorwegen könnt ihr aber die Winterjacke getrost zu Hause lassen.

Es gibt allerdings ein paar grundsätzliche Bekleidungsstücke die jeder Meeres-Angelurlauber, egal wo er in Norwegen angelt, dabei haben sollte.


Das fängt mit dem wichtigsten Kleidungsstück an – dem Floating-Anzug (oder auch Schwimmhilfe genannt). Ein zertifizierter „Floater“ nach EN 393 muss mindestens 50N Auftrieb haben – sehr wichtig!!! In Verbindung mit einer 275N Schwimmweste kann er eure Überlebenschancen bei einem Unglück eindeutig und entscheidend erhöhen! Denkt daran: Das ist der Nordatlantik auf dem ihr euch da bewegt und nicht der Kiesteich in der Nähe eures Heimatdorfes. Der Nordatlantik ist immer kalt – auch im Sommer wenn die Luft in Südnorwegen schon mal bis über 30° Grad warm werden kann. Geht ihr bei Wassertemperaturen von unter 10° Grad über Board bleiben euch nur wenige Minuten um wieder ins Boot zu kommen (und wer schon mal im Wasser lag, weiß wie schwer das ist wieder ins Boot zu kommen). Ist das Boot dann auch noch gekentert – habt ihr ein richtiges Problem! Ohne Floater, der euch vielleicht die entscheidende Zeit lang bis zur Rettung vor der Kälte schützt (je nach Körperzustand, Wassertemperatur usw. kann die Zeit erheblich variieren) und euch Auftrieb gibt, seid ihr in wenigen Minuten nicht mehr in der Lage euch selbst zu retten. Es sterben jedes Jahr einige leichtsinnige Angler in Norwegen, die bei einem Unglück keinen Floater getragen haben und dementsprechend schon nach kurzer Zeit erheblich unterkühlt und mit den Kräften am Ende waren, noch bevor die Rettungsmannschaften eingetroffen waren. Wir gehen auf dieses Thema allerdings noch ausführlicher unter dem allgemeinen Menüpunkt: „Sicherheit auf See“ (siehe linkes Menü) ein.

So sehen richtige Norwegen-Angler aus: Kopfbedeckung, Floater und Rettungsweste, gutes Schuhwerk!

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Neben dem Floater sollten diese Dinge ebenfalls unbedingt mit: Wasserdichte und warme, gefütterte Bootsschuhe (keine Gummistiefel). Es gibt nichts Schlimmeres, als kalte und nasse Füße! Hier lieber ein paar Euro mehr ausgeben – der Fachhandel hat geeignete Schuhe im Angebot! Hierzu noch ein Tipp: möglichst helle Sohlen unter den Schuhen! Schwarze Sohlen (z.B. Bundeswehrstiefel) machen hartnäckige Streifen auf dem Boot, die nur schwer bei der Endreinigung weg zu kriegen sind.


Außerdem sind vernünftige Handschuhe Pflicht. Im Sommer reichen Neoprenhandschuhe (im Angler-Fachhandel) oder Handschuhe aus dem Segler-Fachhandel. Ist man im Frühjahr oder Herbst unterwegs, sollten es gut gefütterte, wasserundurchlässige Handschuhe sein.


Unter dem Floater kann man ein T-Shirt, Pullover und eine Trainingshose (ist dann sehr bequem) tragen. Dicke Strümpfe und ggf. Ski- oder Funktionsunterwäsche bei kalten Temperaturen transportieren die Feuchtigkeit gut vom Körper weg und halten warm.


Als Kopfbedeckung (gegen Wind und Sonne) hilft ein Cap und wenn es Kalt wird eine Wollmütze (egal wie es aussieht, ihr wollt doch nicht mit Ohrenschmerzen in der Ferienwohnung liegen, während die Kollegen die dicken Fische fangen…).


Eine Sonnenbrille und Sonnencreme (ja, es kann auch mal sehr warm werden) sollten auch immer dabei sein.


Mit dieser Bekleidungsauswahl seid ihr dann schon einmal gut ausgerüstet!

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Angelgerät - Was muss mit?

Norwegen Spezial 15. Oktober 2012

Wenn man in Norwegen auf dem Meer unterwegs ist braucht man natürlich auch das passende Gerät: Was muss also mit, damit man erfolgreich fischen kann? Wie bei der Bekleidung richtet sich die Geräteauswahl natürlich in erster Linie nach der Urlaubsregion bzw. dem Zielgebiet und den zu erwartenden Fischgrößen. Und auch da gibt es wieder grundsätzliche Utensilien die standardmäßig dabei sein sollten:


Ruten und Rollen:

Eine Sache gleich vorweg: Eure „leichte Süsswasserausrüstung“ für die deutschen Seen und Flüsse könnt ihr gleich Zuhause lassen, mit Ausnahme vielleicht der stabilen Hechtrute! Zweitens: Eure Ausrüstung sollte schon ein gewisses Maß an Qualität mitbringen, um die dauerhafte Belastung durch den ganztägigen Gebrauch über die gesamte Urlaubszeit standhalten zu können. Die 20,-€ Süsswasserrolle wird durch die Belastung des Salzwassers und die großen Krafteinwirkungen auf der Spulenachse recht schnell ihren Dienst quittieren. Eure leichte Zanderrute wird brechen, wenn der erste große Dorsch einsteigt und ihr ihn an die Oberfläche pumpen müssen...! Wenn ihr das erste Mal nach Norwegen fahrt, kommt ihr leider um eine gewisse Investitionssumme für neues Tackle nicht drum herum. Aber tröstet euch: Wenn ihr einmal in Norwegen angeln wart und euch mit dem „Norwegenvirus“ infiziert habt...kommt ihr immer wieder – versprochen! 

Zurück zur Geräteauswahl: Studiert zuerst euer Zielgebiet und die dort vorkommenden Fische bzw. Fischgrößen bevor ihr etwas im Laden kauft! Überlegt euch eure bevorzugte Angelart (Spinnfischen, Pilken, Tiefseefischen usw.) und geht erst DANN in den nächsten Angelladen. Lasst euch erst im Laden beraten, NACHDEM ihr zuvor selbst ein wenig recherchiert habt, welches Gerät ihr überhaupt im Urlaubsgebiet benötigt. Oft haben die Verkäufer in dem Angelladen um die Ecke selbst noch nie in Norwegen geangelt (geschweige denn in eurem Urlaubsgebiet) und dementsprechend haben sie auch keine wirklichen guten Tipps auf Lager. Es gibt viel „unnützen Schrott“ auf dem Markt den ihr gar nicht benötigt! (Tipp: Finger weg von den s.g. „Norwegenkombos“ bestehend aus Rute, Rolle und Schnur!). 

Und wie kommt ihr jetzt an die Infos über ihr Zielgebiet und das benötigte Gerät? Ganz einfach: nutzt die Printmedien und das Internet. Es gibt viele Bücher und Fachzeitschriften über das Angeln in Norwegen und deren Regionen. Besser noch, für detaillierte Fragen wendet euch sich an die deutschsprachigen Internetforen: www.norwegen-angelforum.net, www.norwegen-angelfreunde.de und www.anglerboard.de. Hier kriegt ihr immer und schnell für alle Zielgebiete die aktuellen Infos, Reiseberichte und (freundlich) gestellten Fragen, auch von Anfängern, werden immer gerne beantwortet! Diese Tipps sind besser als jedes Buch oder jede Zeitschrift weil sie brandaktuell und unabhängig der Werbebranche sind – schaut dort rein und stellt Fragen! 

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Als Grundausstattung haben sich in etwa 4 Gerätekombinationen bewährt, die wir nachfolgend einmal grob aufgelistet haben. Natürlich braucht ihr nicht alle 4 Kombinationen in jedem Zielgebiet, aber diese Aufstellung könnt ihr als Grundlage für die Planung verwenden: 

 

Für das leichte Angeln („Light-Tackle“) ist eine kräftige Spinnrute mit einen Wurfgewicht (Wg) von 20-60g und einer Länge zwischen 2,40cm und 2,70cm geeignet. Dazu passt eine Spinnrolle der 3000er Größe, die aber unbedingt qualitativ hochwertig (am besten „salzwasserbeständig“) sein sollte. Unser Tipp: Etwas mehr auf die Rollenqualität achten, als auf die Rutenqualität (es sei denn ihr habt genug Geld für Beides…!). Bespult wird die Rolle mit einer geflochtenen Schnur (monofile Schnüre werden in Norwegen zumeist nicht verwendet - da gehen wir aber später noch genauer darauf ein) mit einer Tragkraft von 8-10kg. Wir beschreiben hier bewusst keine Hersteller und Schnurdurchmesser, da die Angaben doch erheblich variieren können. Wichtig ist, dass die Schnur möglichst rund geflochten und versiegelt ist. Dies hat den Vorteil der besseren Schnurverlegung auf der Rolle und die Geflochtene saugt sich nicht so voll mit Wasser. Zudem sollte die Schnur nach dem Bespulen wirklich fest auf dem Rollenkern sitzen (geflochtene Schnur neigt zum „durchrutschen“). Die Geflochtene sollte daher unterfüttert werden. Die Fixierung erfolgt entweder mit einem Klebeband auf dem Rollenkern oder, falls die Geflochtene nicht die ganze Spule ausfüllt, einfach den unteren Teil mit genügend monofiler Schnur auffüllen (das spart auch Geld, denn auf große Rollen passt auch eine große Menge an dünner Geflochtener). 

 

Für das „leichte Pilken“ (z.B. „Speedpilken“ auf Seelachs) eignen sich leichte Pilkruten mit einem Wurfgewicht von ca. 60 – 150g und einer Länge von 2,10cm bis 2,70cm. Dazu passt eine mittlere Meeres-Stationärrolle der 4000er oder 5000er Größe, zusammen mit einer Geflochtenen der Tragkraft 10-15 kg. Im Fachhandel gibt es mittlerweile viele gute Ruten, insbesondere für die Angelei auf Seelachs (Köhler), Pollack oder Dorsch. Einige Spezis greifen auch schon einmal auf eine meerestaugliche Baitcaster-Kombination zurück um den hohen Drillspaß eines Köhlerdrills an leichter Rute zu erleben. Auch hier gilt insbesondere wieder: Die Rolle muss den hohen Drillbelastungen standhalten können! 

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Für das „schwere Pilken“ (z.B. auf Großdorsch oder Heilbutt) eigenen sich am Besten starke Pilkruten mit einem Wg: 150 – 300g, Bootsruten oder Inliner-Ruten mit einer 20lbs Testkurve. Diese Ruten halten schon eine Menge aus und bändigen auch mal einen etwas größeren Dorsch oder Heilbutt. Dazu passen große Meeres-Stationärrollen der 6000er, 7000er oder 8000er Größe oder z. B. auch kleinere Multirollen, die aber ebenfalls von guter Qualität sein sollten (auch hier gibt es viel Schrott auf dem Markt – geeignete Multis gehen etwa ab 100,-€ los). Als Schnur sollte eine Geflochtene mit 15-20 kg Tragkraft verwendet werden. Eine ruckfrei anlaufende Bremse mit ordentlicher Bremskraft ist gerade für die Angelei auf Heilbutt unverzichtbar. 

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Für die Tiefsee (Leng, Lumb, Rotbarsch usw.) darf es bei der Ausrüstung noch eine Nummer größer werden. Schwere Bootsruten der 30lbs oder 50lbs Klasse und große Multirollen mit einer Schnurkapazität von mindestens 600 - 800m Geflochtener (Tragkraft über 20kg) sollten Standard sein. Da ihr je nach Region in großer Tiefe fischt, können z.B. bei entsprechender Drift und einer Angeltiefe von 200m auch mal locker über 400m Schnur draußen sein. Eine gute Übersetzung der Rolle ist daher Pflicht (es gibt auch 2-Gang Multis um je bei Bedarf die Übersetzung ändern zu können). Auch Elektro-Multirollen fischen viele Angler – an ihnen scheiden sich allerdings die Geister. Für manche Angler sind diese Rollen „verpönt“, allerdings sind sie insofern praktisch, da man mit ihnen ein schweres Grundblei problemlos aus großer Tiefe zügig hochholen kann. Wer schon einmal aus 300m Tiefe ein 1kg Grundblei zum Köderwechsel hochgepumpt hat, weiß was wir meinen…! Gerade für körperlich weniger belastbare Menschen sind Elektro-Multis vorteilhaft, allerdings schreckt der Preis doch viele Leute davon ab – Elektro-Multis gehen bei etwa 350,-€ los.    

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Fazit, wie schon erwähnt: Eine gute Rolle ist wichtiger als eine gute Rute. Eine qualitativ hochwertige Rolle sichert den Dienst über die gesamte Zeit, auch wenn mal ein größerer Fisch die Rolle an ihre Grenzen bringt. Die beweglichen Teile sind anfällig für das Salzwasser, daher sollte man auf die Salzwasserbeständigkeit achten (z.B. versiegelte Kugellager). Nach dem Angeltag sollten die Ruten und Rollen immer kurz mit Süsswasser abgespült werden, dann hat das Salz keine Chance. Am Ende des Urlaubes nehmt die Rollen zuhause auseinander und fettet die beweglichen Teile neu ein. Pflegt ihr euer Gerät, dann habt ihr auch lange Freude daran!


Die Angelschnur sollte, wie oben erwähnt, eine geflochtene Schnur (multifil) sein, die möglichst rundgeflochten und mit einer versiegelten Oberfläche versehen ist. Rundgeflochten daher, damit die großen Mengen an Schnur, die immer auf und abgespult werden, auch wieder sauber auf dem Rollenkern verlegt werden können. Die Versiegelung wirkt gegen die Wasseraufnahme und sorgt für einen ruhigen Lauf.

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Monofile Schnüre kommen nicht, oder nur ganz selten (z.B. beim Uferangeln) zum Einsatz. Sie dehnen sich stark und da ihr vergleichsweise in großen Tiefen angelt, kann der Anhieb bei einem Biss schon mal ins Leere gehen. Der Anhieb kommt nicht richtig bis zum Fisch durch weil die Schnur sich auf der gesamten Länge zu stark dehnt. Die Geflochtene dehnt sich dagegen nur sehr wenig und ihr habt immer den direkten Kontakt zum Fisch. Ein Nachteil hat die Geflochtene allerdings: Sie hat ein Problem mit scharfen Kanten (z.B. von Korallen) und Steinen. Sie ist nur wenig abriebfest und schnell durchgescheuert. Es empfiehlt sich daher vor der geflochtenen Hauptschnur eine monofile Vorfachschnur zu schalten. Sie ist abriebfester gegenüber den scharfen Kanten und scharfen Zähnen der Räuber. Zudem puffert das Vorfach die erste Flucht des Fisches nach einem Biss ab. Es gibt im Fachhandel spezielle Vorfachschnüre auf 50m Rollen in verschiedenen Stärken. Für das leichte Angeln empfiehlt es sich Vorfachstärken von 0,40 mm bis 0,70 mm zu verwenden. Beim Pilken sollte die Stärke bei 0,70 mm bis 0,90 mm liegen und beim Tiefseefischen zwischen 0,90 mm bis ca. 1,20 mm Durchmesser. Stahlvorfächer oder Hartmonovorfächer sind nicht geeignet obwohl in der Tiefe Räuber mit Mäulern voller scharfer Zähne lauern. Falls ihr damit in 200m Tiefe ein Hänger bekommt, kann ein Stahlvorfach nicht so schnell reißen wie die monofile Vorfachschnur. Ihr werdet euch wundern, welche Belastung eine dünne geflochtene Schnur aushalten kann. Ihr könnt das Boot damit verankern und wenn ihr Pech habt, reißt dann die Geflochtene weit oben und ihr verliert mal locker 150m Schnur. Knotet daher lieber ein 2m langes Vorfach aus Monofiler davor, mit etwas geringerer Tragkraft als die Hauptschnur. Wenn dazu noch einen Knoten mit einer Tragkraft von 80%-90% verwendet wird (siehe „Tipps u. Tricks“), wirkt das gleichzeitig als Sollbruchstelle und ihr verliert nur das Vorfach, aber nicht einen Teil der Hauptschnur.

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Ködertipps

Norwegen Spezial 15. Oktober 2012

Pilker:

Bei der Pilkerauswahl habt ihr die Qual der Wahl: Alle möglichen Formen, Farben und Gewichte kommen  in Norwegen zum Einsatz. Ihr solltet von den gängigen Gewichten zwischen 50g bis 500g je ein paar Stück dabei haben. An den Farben scheiden sich allerdings die Geister. Manche Angler schwören auf schwarz oder silber…Manche dagegen auf grün, orange oder pink…! Fakt ist aber: ab ca. 50m Wassertiefe ist es bereits dunkel und der Räuber jagt nur noch nach der Bewegung seiner Beutefische. Über das Seitenlinienorgan nimmt der Fisch die Bewegungen des Pilkers war und nicht die Farbe! Die Farbe ist dann mehr oder weniger egal! Taumelpilker (wie die berühmte „Bergmann-Form“) sind an manchen Tagen der absolute Bringer, manchmal aber auch nicht – grundsätzlich kommt es eh immer anders als man denkt…! Speedpilker (schlanke Form) eigenen sich besonders um die Wasserschichten schnell zu durchsuchen und die Fische zu finden. Gebogene und gedrungene Formen eigen sich gut um den Grund abzuklopfen! Der Markt für Pilker ist riesig – nehmt ein paar verschiedene Formen mit und das was euch an Farben gefällt. Vertraut eurem Gefühl – dann werden die Pilker auch fangen!

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Gummifische: 

Gummifische haben heute in manchen Gebieten und bei manchen Angelmethoden die klassischen Pilker komplett abgelöst. Das geht los bei fingerlangen Gummifischen um die 8-10cm (z.B. zum Pollack angeln) bis zu 40cm Riesen-Gummifische für Großdorsch und Heilbutt. Es gibt unzählige Formen und Ausführungen auf dem Markt. Bei den Gummifischen, die ihr aus unseren Gewässern gewohnt seid (z.B. beim Zander- oder Hechtangeln) solltet ihr aber beim Angeln im Meer höhere Jigkopf-Gewichte (30-100g) verwenden, damit der Gummifisch auch mal zügig in 50m Tiefe vordringen kann oder die Drift ihn nicht gleich wieder an die Oberfläche befördert. Bei den Gummifischen spielen die Farben schon eher eine Rolle, da ihr mit ihnen eher flachere Gebiete befischt. Schwarz, blau, rot, gelb...oder mehrfarbig, wie z.B. Motoroil, oder mit/ohne Glitter…sind alles ist sehr fängige Farben. Tipp: Pink – ist nicht nur eine extravagante Sängerin, sondern auch eine TOP-Farbe für Köhler und Pollack! Mittlerweile hat fast jeder Hersteller auch spezielle Gummifischsysteme für Großdorsch und Heilbutt im Programm – je nach Vorlieben auch hier welche davon mitnehmen. Teilweise sind diese Systeme nicht gerade günstig, aber der Vorteil dieser großen Gummis ist: sie fangen selektiver große Fische – gerade im hohen Norden! Probiert es aus!

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Naturködersysteme: 

Ein weiteres großes Feld in Norwegen ist die Angelei mit s.g. Naturködersystemen. Diese Methode ist mindestens genauso erfolgreich (und teilweise noch besser) als die Kunstköder-Variante. Im Fachhandel gibt es auch wiederum unzählige Systeme für verschiedene Methoden, die entweder solo (also ohne Hakenköder) oder mit Köderfischen bzw. Fischfetzen beködert werden. Makrelen- und Heringsvorfächer, Beifängersysteme mit zwei oder drei Gummimakks für Köhler (solo) oder Rotbarschvorfächer mit vielen Einzelhaken (bestückt mit Fischfetzen) und natürlich die großen Tiefseesysteme für Leng, Lumb und Heilbutt – es gibt sie für alle Anwendungsgebiete. Das Problem ist dabei, nicht alle sind wirklich ihr Geld wert. Manchmal sind diese Systeme schlecht gebunden und die Knoten öffnen sich oder es sind minderwertige Materialien verwendet worden. Ein geöffneter Knoten und Fischverlust in der Folge sind sehr ärgerlich. Es gibt aber auch sehr gute Systeme (die auch gerne etwas teurer sind), aber mit ein wenig Übung kann man sich solche Systeme sehr leicht selber binden. Einfach im Internet fertige System ansehen oder ein Gekauftes mehrmals variantenreich nachbinden. Auch Knoten bei dicken Monofilen Vorfächern lassen sich so z.B. verhindern, indem man mit Quetschhülsen arbeitet (siehe Tipps u. Tricks). Lasst eurer Kreativität mit Perlen, Leuchtschläuchen und Oktopussen freien Lauf, allerdings, denkt dran dran, manchmal ist gerade weniger mehr! Noch ein heißer Tipp zum Naturköder: Garniert mal den Drilling des Pilkers mit Fischfetzen…ihr werdet überrascht sein!

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Zubehörtipps

Norwegen Spezial 15. Oktober 2012

Kleinteile (Wirbel, Sprengringe, usw.): 

Das Wichtigste zuerst: Lasst eure Süsswasserwirbel bitte Zuhause! Die kleinen Karabiner, auch wenn sie 20kg Tragkraft aufweisen, sind NICHT für Norwegen geeignet. Sie sind aus nur dünnen Draht gefertigt und biegen sich im Drill zu leicht auf. Für den Einsatz in Norwegen gibt es spezielle Wirbel mit sehr hoher Tragkraft (40-100kg), die in verschiedenen Ausführungen im Fachhandel zu kaufen sind. Vorsicht aber dabei vor den s.g. „Norwegenwirbeln“, diese sind zwar aus dickem Draht gefertigt, haben aber nur einen kleinen Haken und neigen bei Belastung zum Aufbiegen (schon oft erlebt!). Die zuverlässigste Ausführung ist die s.g. „Crosslock“- Variante. Dieser Verschluss greift nach dem Schließen übereinander und zieht sich bei zu hoher Belastung einfach zu – eine sichere Sache. Für die Verbindung zwischen Hauptschnur und Vorfach könnt ihr auch knotenlose Verbinder (NoKnots) nutzen. Die Geflochtene wird hier nur um den Verbinder gewickelt und am Ende eingehakt. Der Vorteil ist, dass ihr keinen Knoten machen müsst, der die Tragkraft der Schnur schwächt. Die Verbindung erhält fast eine 100% Tragkraft. Ein Nachteil sind aber die scharfen Drahtenden die sich gerne mal in einen Finger bohren und dann die schöne neue Schnur blutrot einfärben…! Zwinkernd An den vorstehenden Enden des NoKnots kann sich die Schnur zudem verwickeln und Perücken bilden. Ein gut gebundener Knoten ist sehr schlank und rutscht dagegen besser durch die Rutenringe (gerade beim Werfen sehr vorteilhaft). Solltet ihr aber nur wenig Erfahrung mit Verbindungsknoten haben, versucht es erst einmal mit einem NoKnot. Unter „Tipps u. Tricks“ zeigen wir Euch aber eine ganze Reihe von geeigneten Knoten, die sauber gebunden, eine Tragkraft von fast 100% erreichen.

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Haken: 

Verwendet bitte keine Haken aus V2A (Edelstahl). Auch wenn sie nicht rosten, sind sie gerade deswegen auch für die Fische, nach einem Abriss, schwer wieder loszuwerden. Stahlhaken rosten nach kurzer Zeit aus dem Fischmaul raus und der Fisch hat eine gute Überlebenschance. Die verwendeten Haken für Norwegen müssen aus dickem Draht gebogen sein und eine nadelscharfe Spitze haben. Gute Qualität ist auch hier sehr wichtig. Zum Naturköderangeln kommen Haken der Größe 8/0 bis 16/0 in verschiedenen Formen zum Einsatz. Hier hat der Fachhandel genügend Auswahl von der Wallerhaken-Form bis zur Selbsthark-Variante, dem s.g. Kreishaken („Circle Hook“). Ein Tipp, wenn ihr Pilker kauft – tauscht die Drillinge und die Sprengringe aus! Die meisten Pilker werden mit minderwertigen Drillingen und Sprengringen ausgestattet, die aber erstens: zu klein und zweitens: zu dünn sind. Diese Ausführungen sind vielleicht für die Fischgrößen der Ostsee geeignet, aber nicht für die Fische in Norwegen…! Auch hier bitte wieder Qualität kaufen! Nichts ist ärgerlicher als ein verlorener Fisch durch einen aufgebogenen Drilling oder einen gebrochenen Sprengring. Tipp: Zum Austausch der Sprengringe am Besten eine Sprengringzange verwenden, dass schont die Fingernägel!


Landungshilfen: 

Den gefangenen Fisch müsst ihr auch irgendwie ins Boot bekommen. Die für den Fisch schonenste Methode ist sicherlich die Handlandung oder die Landung mit einem Kescher. Wenn allerdings die Bootsreling zu hoch ist, dass Wasser für eine Handlandung zu kalt oder der Fisch für den Kescher zu groß ist – kann man auf die folgenden Hilfsmittel zurück greifen! Unser Favorit: Der Fischgreifer. Bei dieser Methode greifen zwei Klammern über ein Federmechanismus in das Maul des Fisches und ihr könnt den Fisch unverletzt und sicher an Bord holen. Eine wirklich tolle Erfindung und vor allem schonend gegenüber den Fisch den man wieder releasen will. Eine sichere Landungsmethode ist auch das Gaff oder das norwegische „Klepp“, welches man in das Maul oder den Kopf des Fisches schlägt. Diese Methode ist vergleichsweise eher brutal und ein Zurücksetzen des Fisches ist dann auch nicht mehr möglich! Bei einem größeren Heilbutt sollte man zudem kein Handgaff benutzen. Der Fisch hat so viel Kraft, dass er sich ohne Probleme aus dem Gaff rausdrehen kann. Ein loses „Flying-Gaff“ (Gaffhaken mit einem Seil dran) sitzt dagegen sicher im Maul. Auch Schwanzschlingen (die aber im Eifer des Gefechts vergleichsweise schwer zu setzen sind) leisten eine sichere Landungshilfe. Nicht empfehlen, aber dennoch hier aufführen, wollen wir das Harpunieren! Es gibt auf dem Markt s.g. Heilbuttharpunen die bei der Landung des Fisches mitten durch seinen Körper gestochen werden und sich dann dahinter verhaken. Am Ende des Dorns ist ein Seil mit einem Fender befestigt, der den Heilbutt bei jeder Flucht immer wieder zum Auftauchen zwingt. Diese Methode ist allerdings nicht sehr waitgerecht und auch ein eventueller Rekordfisch wird offiziell nicht anerkannt, wenn er zuvor harpuniert wurde!

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Allgemeines Bootszubehör: 

Sofern nicht auf dem Boot vorhanden, leiht euch unbedingt ein Echolot. Heutzutage hat eigentlich jeder seriöse Vermieter seine Boote mit einem Echolot oder noch besser, einem Kartenplotter, ausgerüstet. Mit einem Echolot könnt ihr Unterwasserstrukturen erkennen, Fischschwärme ausmachen und gefährliche Untiefen aufspüren (siehe „Sicherheit auf See“). Ohne Echolot wird es schwierig überhaupt fängige Stellen zu finden, denn auch in Norwegen springen einem die Fische nicht einfach so ins Boot. Ihr müsst die Fische und die fängigen Stellen („Hot-Spots“) schon intensiv suchen! Eine große Hilfe ist dabei der Kartenplotter – ein Kombinationsgerät aus elektronischer Seekarte (mit GPS-Funktion) und Echolot. Ihr findet damit schnell gute Stellen, könnt diese Punkte abspeichern, eure Driftlinien nachvollziehen und diese am nächsten Tag auch wiederfinden! Des Weiteren gehört eine detaillierte Seekarte in Papierform auf jedes Boot (am besten wassergeschützt einlaminiert) in der man sich schon vorher Zuhause „Fisch verdächtige“ Stellen eingetragen hat und die dann mit Hilfe der o.g. Geräte anfahren kann. Auch in einer Notlage ist die Seekarte eine wichtige Hilfe um die Position genau zu bestimmen. Auf weitere „Sicherheitsausrüstungen für das Boot“ gehen wir aber im Menüpunkt: „Sicherheit auf See“ noch weiter ein!

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Was braucht man noch auf dem Boot? Klar, Rutenhalter! Falls auf dem Boot nicht vorhanden: Auf 50cm abgesägte KG-Rohrstücke aus dem Baumarkt, mit Klebeband senkrecht an der Reling befestigt, ergeben günstige Rutenhalter. Im Fachmarkt gibt es auch bereits fertige Bootsrutenhalter, die aber bei der Anzahl der Ruten schon ins Geld gehen können. Ein Stück Seil mit Karabiner um den Rollenfuß gewickelt und an der Reling befestigt, sichert die Ruten gegen Rausrutschen während der Fahrt zum nächsten Hot-Spot! Nehmt auch ein Handtuch, ein Messer zum töten der Fische und eine lange Zange mit ins Boot – ihr werdet es brauchen! Nicht unbedingt nötig, aber unter Umständen (z.B. bei viel Wind) kann es sehr nützlich sein einen Driftsack und ein 8-10m langes Seil an Bord zu haben! Am Bug befestigt (grundsätzlich immer vorne am Bug, nicht am Heck oder seitlich wegen der Kippgefahr) verhindert das schnelle Abtreiben des Bootes bei Wind. Der Wasserdruck bei geöffnetem Driftsack wirkt entgegen dem Winddruck auf das Boot. Grundsätzlich solltet ihr so wenig wie möglich Tackle auf dem Boot mitnehmen um genügend Platz zum Fischen zu haben. Ihr braucht nicht jeden Tag jede Angel und jeden Pilker, lasst das nicht benötigte Tackle in der Wohnung!


Sonstiges Zubehör: 

Ganz wichtig: Ihr braucht zwei Typen Messer! Erstens, ein Messer zum töten (kehlen) der Fische auf dem Boot und zweitens ein Messer zum filetieren der Fische. Das Filetiermesser, im Fachhandel erhältlich, können sie tagsüber in der Wohnung lassen, ihr braucht es erst wenn ihr abends den gefangenen Fisch verarbeiten wollt. Wir empfehlen euch auch dringend einen Filetierhandschuh für ein paar Euro, der euch vor bösen Schnittverletzungen (Filetiermesser sind spitz und sehr scharf) super schützt und gleichzeitig den glitschigen Fisch sicher im Griff hat. Bitte benutzet NICHT die Küchenmesser der Mietwohnung, sie sind meist eh nicht geeignet und der Vermieter und die Gäste nach euch werden es euch danken! Auch ganz wichtig: Einen Schleifstein oder Schleifstab mitnehmen! Das Messer wird nach ein paar Tagen stumpf sein und bevor ihr an den Fischen die Filets „verschnitzt“…macht das Messser schnell wieder scharf! Versucht mal die Haut eines Lumbs mit einem stumpfen Messer abzulösen – die Kollegen schlafen dann schon und träumen vom nächsten Tag, wenn ihr damit fertig sind…! Nehmt auch genug große Gefrierbeutel mit, in denen ihr die Filets gleich portionsweise einfrieren könnt! Mit Klebezetteln könnt ihr den Inhalt der Beutel je nach Fischart wunderbar beschriften. Einige Angler kaufen sich auch Vakumiergeräte um den Fisch gleich vor Ort einzuschweißen. Allerdings muss man, um ein wirklich gutes Ergebnis zu erzielen, schon hochwertige Geräte kaufen die auch ihren hohen Preis haben. Günstiger ist es die Luft per Hand aus den Beuteln rauszudrücken und dann normal zu verschließen (das geht auch schneller).

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